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Veröffentlicht am: April 1, 2009
Kategorien: Alle Videos, Featured, Verwalten
Die Bewertung mit einem bis fünf Sternen ist ein differenziertes Mittel, um Bilder nach ihrer Qualität einzuschätzen und die Favoriten herauszufinden.

Podcast Video [20.99 MB | 5:30min]:
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Als nächstes soll es darum gehen, wie wir nun aus der Bilderflut, die wir ja heute mit digitalen Kameras erstellen, die Auswahl derer Bilder vornehmen können, die wir dann letztlich auch eben an unseren Kunden weitergeben möchten, die wir in die Bildbearbeitung geben möchten, also einfach diesen letztlich fast neu hinzugekommenen Arbeitsprozess innerhalb der Digitalfotografie, das Sichten der Daten am Bildschirm. Letztlich weggefallen ist für uns alle der Leuchttisch. Hier war es natürlich sehr einfach, man hat sich seine Bilder ausgebreitet, hat die Bilder einfach vom Leuchttisch geworfen, hat Häufchen gebildet, die man dann letztlich eben auch in die weitere Bearbeitung übergeben wollte. Hier innerhalb von Adobe Lightroom, unserem digitalen Leuchttisch, gibt es jetzt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie wir unser Bildmaterial sichten können. Und sicherlich hat jeder Fotograf so seine eigenen Vorlieben und Arbeitsweisen. Und Adobe Lightroom bietet hier eben auch zig verschiedene Möglichkeiten, Bildmaterial zu sichten und zu beurteilen, direkt am Bildschirm.
Drei Hauptbereiche dazu innerhalb der Library sind die Bereiche Grit, Lupe und Compare, also einem Vergleichsmodus. Der Bereich Grit ist im Prinzip ein Leuchtkasten, in dem die Bilder einfach nebeneinander liegen. Wir sehen, die sind hier oben auch nummeriert. Wir sehen hier über diesen Slider die Möglichkeit, die Bilder kleiner und größer bis hin zu eben, ja relativ groß darstellen zu lassen. Das ist die erste einfache Möglichkeit, wie wir die Bilder sichten können. Wir können die hier auswählen und können uns dann eben hier rechts in diesem Bereich die Bilder noch mal weiter anschauen. Das ist natürlich alles auch noch vergrößerbar.
In dem Bereich Lupe haben wir die Möglichkeit, die Bilder in voller Größe zu sehen. Wir können dann auf ein solches Bild klicken. Wir sehen, es wird dann eben die Datei hochauflösend dargestellt. Wir können wieder klicken, das Bild ist wieder klein. Diesen Bereichsmodus Lupe wird man so direkt allerdings nicht so häufig verwenden, wenn man etwas weiter mit Lightroom gearbeitet hat, wird man sehen, dass man die Lupe jederzeit zur Verfügung hat und eben nicht dafür in diesen Extrabereich wechseln muss.
Der Bereich Vergleichen, also Compare, gibt uns die Möglichkeit, mehrere Bilder gleichzeitig am Bildschirm darstellen zu lassen und Lightroom ordnet die Bilder dann immer so an, dass sie größtmöglich darstellbar sind. Wenn ich also jetzt hier eine Auswahl von bestimmten Bildern hier unten aus meiner Ansichtsleiste gewählt habe, sehen wir, je nach dem, wie viele Bilder ich dazu nehme, um so größer werden die auch dargestellt. Das ist schon mal ein sehr, sehr praktischer Modus, den sicherlich der eine oder andere von Ihnen später in der Praxis so auch anwenden wird.
Wenn wir jetzt zusätzlich noch mit Shift und Tab alle Paletten ausblenden, sehen wir wieder, das Bild steht im Mittelpunkt. Wir haben vollsten Platz, um hier zu arbeiten, zweimal auf die Taste „L“ gedrückt und wir haben jetzt auch noch alle anderen Bereiche des Programms ausgeblendet, können uns voll und ganz auf unsere Bilder konzentrieren. Mit gedrückter Apfel-Taste haben wir dann auch noch die Möglichkeit, die Bilder weg zu blenden, die uns vielleicht nicht gefallen. Wir sehen hier unten in diesem Bereich, da ist es relativ düster, dieses Bild, also Apfel-Klick, das Bild ist weg. Hier ist es mir ein bisschen zu neblig, hier oben gefällt mir dieses oder jenes nicht, ich kann damit also diese Auswahl von Bildern sehr schnell noch mal präzisieren und habe damit die Möglichkeit eben, in diesem reinen Bildansichtsmodus diese Selektion vorzunehmen. Ich drücke wieder auf die Taste „L“, also den Lightening Modus, um eben die Applikation wieder sichtbarer zu machen. Wir haben zusätzlich hier unten an jedem Bild die Möglichkeit, nach Sternchen eine Bewertung der Bilder abzugeben. Wir können aber auch das Bild einfach auswählen. Man sieht es ganz leicht gehighlightet gegenüber den anderen jetzt in diesem Vergleichsmodus dieses Bild gehightlightet, und Taste 1, 2, 3, 4 oder 5, ohne weitere Shortcuts dazu, gibt eben die Möglichkeit dieses Sternchenvergebens für diese Datei auch, drücke also jetzt auf die 3, dann hat das Bild 3 Sternchen, gehe aufs nächste Bild, drücke auf die 4, hat dieses Bild 4 Sternchen.
Wenn ich innerhalb einer Serie gearbeitet habe, was bei den Bildern, die wir hier aktuell vorliegen haben, nicht der Fall ist, dann habe ich natürlich hier auch noch die Möglichkeit, in diesem Compare-Modus einfach eine Datei auszuwählen und mit den Pfeiltasten die nächsten Bilder darzustellen. Ich habe also vielleicht hier schon vier verschiedene Model-Bilder gefunden mit vier verschiedenen Setups, ein fünftes Setup sehe ich jetzt hier in diesem Modus, gefällt mir nicht so genau, gehe ich einfach auf die Cursortasten und kann hier einfach weiterblättern. In unserem Fall jetzt macht es an der Stelle allerdings wenig Sinn, denn, wie gesagt, hier haben wir weniger Sequenzen, wie es vielleicht eben bei einem Modeshooting der Fall wäre.
Ich hol mir mal die weitere Applikation wieder zurück, wieder mit Shift- und Tabulatorentaste, und gehe jetzt mal auf den Lupenmodus ein. Wir sehen ja, wir sind aktuell im Vergleichsmodus, ich möchte mir eine Datei genauer anschauen. Ich möchte sehen, sind diese Häuser hier hinten scharf oder nicht scharf. Ich wähle das Objekt aus, sehe also jetzt den Rahmen um das Bild und ich kann hier drüben in meiner Vorschau einfach auf die Häuser klicken. Ich sehe: Aha, so sehen die Häuser aus, ich kann mich hier bewegen, kann mir diese Datei anschauen, und ich kann hier über diese Schaltfläche einfach wieder zurück gehen in meinen Vergleichsmodus. Ich habe also jederzeit die Möglichkeit, aus diesem Vergleichsmodus heraus bestimmte Bereiche meiner Datei zu vergrößern und kann später wieder mit dieser Zurücktaste auf meinen gesamten Vergleichsmodus zurückkehren. Das ist also eine erste Möglichkeit, wie ich Bilder sichten kann. Ich selektiere im Grit vor, gehe dann in den Vergleichsmodus und lass mir dann in dieser Übersicht eben die Bilder, die ich mir ausgewählt habe, weiter anzeigen.
Eine andere Arbeitsweise, vielleicht auch hier wieder etwas analoger von der Herangehensweise, ich hab hier unten diese Menüleiste, die ist jetzt relativ klein, wenn ich auf die XL-Taste gehe, wird die entsprechend größer. Ich hab hier einen Slider, der mir die Möglichkeit gibt, die einzelnen Bilder hier unten anzeigen zu lassen. Ich kann ihn also nach rechts ziehen, kann ihn nach links ziehen, und das erinnert mich doch jetzt schon sehr stark an das Arbeiten mit Filmstreifen, wie ich es früher eben an dem Leuchttisch auch gemacht habe. Ich kann also diesen Filmstreifen einfach an mir vorbei ziehen lassen und beachten Sie auch hier wieder die Geschwindigkeit von Adobe Lightroom.
Adobe Lightroom benötigt als Hardware ein ganz normales Powerbook, wie es vor 1-2 Jahren im Handel war. Ich selbst benutze Adobe Lightroom mit einem alten 12-Zoll-Powerbook mit 887 MHz, das liegt sogar leicht unterhalb den Systemvoraussetzungen, die Adobe selbst angibt, die bei einem Gigahertz liegen. Das heißt also hier wirklich, die Hardware praxisgerecht, so wie man sie letztlich auch beim Shooting einfach dabei hat.
So, schauen wir uns an, wie wir hier arbeiten können. Ich gehe also auch hier wieder durch diese einzelnen Bereiche hindurch. Ich hab hier oben rechts wieder meine Lupe, mit der ich vergrößern kann, ich kann mich hier in der Datei bewegen oder ich vergrößere hier oben über die Lupe. Ich kann wieder zurückkehren zu meinem Ausgangsmaterial, ich kann mit den Cursortasten weiter wechseln, letztlich hier wirklich arbeiten, wie am Leuchttisch. Und wenn ich früher am Leuchttisch mit meinem Filmstreifen gearbeitet habe, dann habe ich mir immer so mit dem Filzschreiber einen kleinen Punkt irgendwo an meine Bilder gemacht, die ich dann eben später auch weiter sichten wollte. Und genau diesen kleinen Punkt können wir über die Taste „B“, wie Bertha in die Bilder integrieren. Ich drück einfach auf „B“, keine weitere Taste dazu, und Sie sehen dann, links oben beim aktuellen Bild ist dann so ein kleiner, schwarzer Fleck, der natürlich, anders als früher beim Filzschreiber, dann nicht an der Datei sich wiederfindet sondern eben hier nur eine Darstellung am Bildschirm ist.
So, blättern wir hier durch unsere Auswahl, suchen uns die Bilder aus, die uns gefallen, vergrößern vielleicht den einen oder anderen Ausschnitt, sichten auch das hier noch mal und vergeben einfach für bestimmte Bilder hier dieses, diesen kleinen Punkt, wählen also damit die Bilder aus, die wir letztlich verwenden wollen, sichten die, ok, ok, das gefällt mir auch, das auch, hab also damit die Möglichkeit, diese Bilder ganz, ganz schnell zu beurteilen. Wie gesagt: Lightroom bietet hier eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten und ich denke, jeder professionelle Fotograf wird hier so ein bisschen seine eigene Herangehensweise mit der Zeit entwickeln.
So, was haben wir jetzt gemacht? Wir haben bei einigen Bildern, ich mach diesen Slider hier unten wieder etwas kleiner, wir haben bei einigen Bildern jetzt diesen Filzstiftmarker gesetzt. Dieser Filzstiftmarker ist eine Schnellauswahl. Wir sehen hier am linken oberen Bereich die sogenannte Quickcollection, also die Schnellauswahl. Wenn ich darauf klicke, sehe ich jetzt eben die Bilder, die ich in dieser Schnellauswahl jetzt vorgenommen habe. Und auch hier könnten wir wieder den Weg gehen: Wir wählen die Bilder einfach alle aus, gehen wieder in den Vergleichsmodus, vergrößern vielleicht noch mal alles ein bisschen weiter, sagen ok, das eine oder andere Bild hier möchte ich mal sehen, wie ist das denn hier mit dieser Sonneneinspiegelung, ich gehe rechts an den Bildschirmrand, Palettenmenü klappt aus, ich gehe in die Vergrößerung, ich sehe hier oben, ah, das überstrahlt mir alles vielleicht ein bisschen arg, ich möchte dieses Bild vielleicht doch wieder aus meiner Schnellauswahl herausnehmen, ich hab das Bild ausgewählt, ich drück auf die Taste „B“, Schnellauswahl wird verkleinert, der Filzstiftschreiber wird quasi hier oben wieder entfernt und ich hab damit dann eben ganz schnell die Möglichkeit, auch hier meine Auswahl weiter zu verbessern, zu detaillieren, und im nächsten Schritt kann ich dann natürlich auch wieder für meine Bilder hier ein Sternchensystem vergeben und sagen: Ok, das Bild ist so gut, das ist so gut, das hier, na, gefällt mir gerade noch so, hier unten, das gefällt mir sehr gut, das kriegt mal 5 Sternchen, das kriegt wieder 2, das kriegt so, und das kriegt auch noch mal welche.
So, wir haben die Schnellauswahl und wir können dann eben später über diese Suche gehen und sagen: Von unseren 700 Bildern, die wir gerade ausgewählt haben, möchte ich jetzt mal nur sehen die, die ich mit mindestens 4 oder 5 Sternchen versehen habe. Ich kann also über diesen Schieberegler jetzt innerhalb der Schnellauswahl noch mal die Selektion verfeinern, Vorgehen in der Praxis wäre das eben vielleicht, dass ich als Fotograf die Schnellauswahl, also das mit dem Filzstift, selber vornehme und später mit meinem Kunden zusammen dieses Sternchensystem gemeinsam am Bildschirm versehe und dann eben sag: Ok, das Bild gefällt ihm gut, das gefällt ihm nicht so gut und dann eben diese Auswahl weiter verfeinere. Wie gesagt, Adobe Lightroom ist hier für jeglichen Workflow zu haben, man kann es genauso einsetzen, wie es einem eben selber am besten liegt.
Wenn ich diese Schnellauswahl quasi speichern möchte, wenn ich sie konservieren möchte, dann kann ich hier unten auch hingehen und eine feste Kollektion anlegen. Ich könnte hier sagen: „Neue Kollektion“, die nenne ich jetzt mal „Kunde“ oder „Shooting XY“, erstell das Ganze, wähl hier in meiner Library die Bilder aus, zieh sie jetzt einfach in diesen zugehörigen Bereich und wir sehen dann eben, die Schnellauswahl ist damit gespeichert. Wir können hier unten über die Optionen diese Schnellauswahl jetzt wieder löschen, um sie eben später auf andere Bilder unserer Library einfach anzuwenden. Die Auswahl „Kunde XY“ bleibt jetzt ja hier links erhalten, wir brauchen die also jetzt nicht mehr über diesen Filzstift vorzunehmen.
Sie sehen also, die Möglichkeit, Bilder hier innerhalb von Adobe Lightroom zu sichten, ist wirklich sehr, sehr weitgehend. Ich wähle verschiedene Bilder aus, die ich vergleichen möchte, kann diese Bilder im Vergleichsmodus darstellen, kann die dort wieder verschwinden lassen, ich hab die Möglichkeit, diese Schnellauswahl vorzunehmen, ich hab hier unten meinen alten Filmstreifen, so, wie ich eben sonst auch immer gearbeitet habe.
So, zusätzlich könnte ich jetzt hier innerhalb dieses Arbeitsbereiches der Library auch noch erste Korrekturen an den Dateien vornehmen. Ich könnte also sagen: Ich hab alle Dateien etwas überbelichtet, etwas unterbelichtet, schwierige Lichtsituation, könnte also hier alle Bilder oder auch einzelne Bilder, schon mal leicht korrigieren, könnte das dann später wieder auf andere Bilder synchronisieren, hab also da schon mal erste Korrekturmöglichkeiten, auf die ich hier zugreifen kann.
Ich resete das jetzt einfach, was ich gemacht hab, denn das eigentliche Entwickeln findet nicht hier in der Library statt sondern im nächsten Arbeitsbereich Entwicklung, den wir uns im nächsten Schritt auch anschauen werden.